"Dunkles Rubingranat, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Floraler Touch, schwarze Waldbeeren, feine Kräuterwürze, dunkle Kirschen, ein Hauch von Preiselbeeren, Mandarinenzesten unterlegt. Komplex, kraftvoll, feiner Nougattouch, schwarze Beerenfrucht, reife, runde und sehr geschliffene Tannine, dezente Extraktsüße im Abgang, feine Mineralität, lange anhaftend, salziger Nachhall, noch sehr jugendlich, zeigt große Länge und sicheres Reifepotenzial." - Peter Moser (04/2026)
Yves Beck: 100 Punkte
"Tiefe sucht man nicht, sie ist da (oder eben nicht)! Sie zeichnet sich nicht ab, sie positioniert sich. Auch wenn diese Einleitung nicht auf Wein im Allgemeinen zutrifft, verkörpert sie doch perfekt das Bouquet von Lafleur! Dieses Mosaik aus Details, Pfingstrosen, Pflaumen, Anis und Eisenkraut gibt nur einen Vorgeschmack auf das, was kommt. Mosaike sind nämlich selten, wenn überhaupt, einfarbig! Um das Bouquet also zusammenzufassen: Es ist außergewöhnlich in seiner Finesse und Vielfalt, mit einer bemerkenswerten Emanzipation davon, intensiv sein zu müssen, um zu glänzen… es reicht, stimmig zu sein! Der Auftakt greift die olfaktorische Einleitung gelassen auf. Es gibt keine Herausforderung zu meistern, lediglich den vorgezeichneten Weg einzuschlagen. Die salzige Note des Auftaktes ebnet den Weg für einen Wein, bei dem Frische im Mittelpunkt steht, getragen von einer Säure, die ebenso strukturgebend wie erfrischend ist. Die Tannine warten ihrerseits geduldig im Hintergrund, bevor sie sich offenbaren, und das tun sie im letzten Teil des Gaumens, wo sich alle großen Tannine zeigen, um den Gaumen zu stärken und diese Vielzahl von Elementen zusammenzuführen . Der Wein ist schon jetzt großartig und morgen wird er es noch viel mehr sein. Ein Lafleur von seltener Finesse… Obwohl es sich in Wahrheit eher um Beständigkeit handelt, die jedoch jedes Mal anders interpretiert wird. Die Guinaudeaus mögen keine Rezepte! Normalerweise bewerte ich die Primeurs nach ihrem Potenzial; aber na ja, das werde ich nicht jedes Jahr wiederholen… denn im vorliegenden Fall liegen wir bei 100–102. Hier muss man sich mit 100/100 begnügen!" (04/2026)
Jane Anson: 98 Punkte
"High perfume, iris, peony, fragrant and finessed, a slow slow slow unroll of slate and crayon, saffron, grilled cumin, oyster shell, cassis pastille. Such a fabulous wine that has intense interest around it this year, after leaving the Pomerol AOC, and yet manages to shrug it off and simply concentrate on doing what it does best. 33% new oak. Harvest August 26 to September 12." (04/2026)
Vinum: 98 Punkte
"Leicht reduktiv, tiefgründig, mit markanter Mineralität, rauchigen Noten, Veilchenblüten, Vanille, Koriander im Duft; gradlinig im Auftakt, sehr fokussiert, baut enorm viel Druck auf, ohne dass ein Element überbordet, feine Gerbstoffe, in Massen vorhanden, leicht cremig in der Textur, der Wein zeigt grosse Eleganz und eine fast endlose Länge, endet auf Kirschen, Weihnachtsgewürze." - Adrian van Velsen (04/2026)
Decanter: 97 Punkte
"A quietly compelling wine from Lafleur this year. Creamy blue fruit aromas on the nose, quite open and friendly with some purple floral aspects and ripe but cool fruit, milk chocolate and some dried herbs. Soft and bouncy with both immediate grip and energy and intensity. Round and filling but delicately so - nothing overdone, there’s flesh and tannin presence but a certain lifted aspect where nothing is heavy. Lots of layers, fully textured but lattice-like. Still quite a dark style despite a juicy core with liquorice, flint, smoke, cedar and clove all in harmony. Really very cool and fresh, nothing hot or sunny about this wine. Serious, knitted, dark and finely tuned with good construction and grip while giving the impression that it’s not too muscular. Bravo. A yield of 35hl/ha. Now designated as a Vin de France as are all the other wines in the Lafleur range." - Georgina Hindle (04/2026)






